weihnachtliche Kräuterinhalation

Eine hartnäckige Erkältung kann ganz schön nerven…wohltuend für Hals und Nase ist da ein Hausmittel aus meiner Kindheit-das Inhalieren! Heißes Wasser aufkochen, Kräuter nach Wahl zugeben: Quendel (Thymian), Salbei, Huflattich, Teil der Weihnachtsdeko…sicherheitshalber nur den Fichtenzweig (Efeu würde zwar von der Wirkung her gut passen, ist aber auch giftig).  Wer keinen Vorrat an selbstgesammelten Kräutern hat, kann eine fertige Hustenteemischung, Kamillen- oder Pfefferminztee, Gewürzkräuter aus der Küche oder einfach Salz verwenden! Oder ein Zweigerl vom Christbaum…

 

Herbstfarben

Im Herbst wird das Blattgrün abgebaut. Andere Pflanzenfarbstoffe-va gelbe und orange Carotinoide, die vorher überdeckt waren, kommen zum Vorschein. Aber auch bunte Abbauprodukte und zwischenzeitlich als Kälteschutz gebildete rote Anthozyane tragen zum Farbenspiel bei.  Die am Ende braunen Blätter werden zur optimalen Vorbereitung auf den Winter abgeworfen. Wenn dieser zu plötzlich kommt, kann das bunte Stadium aber auch anhalten.  Das soll wunderschön sein, für den Baum ist es aber sicher nicht optimal!

Gute Laune und rundum gsund Tee

Für das heutige Regenwetter habe ich folgende Idee ausprobiert, das Ergebnis finde ich sehr gut: Frische Hollerbeeren mit Nelkenwurz köcheln, weitere Gewürze -sparsam- nach Wahl zugeben und ziehen lassen (meine Wahl: Galgant/Bertram/Zimt-Mischung), abseihen, dabei Holler gut ausdrücken. noch einmal erwärmen und mit Milch nach Wahl aufgießen. im Experiment mit Reis/Kokosmilch, das hat gut mit der feinen Fruchtnote und dem leicht pfeffrigen Geschmack im Hintergrund zusammengepasst.

Wirkung: gut fürs Immunsystem, Magen, Verdauung, und damit fürs allgemeine Wohlbefinden

 

im Wald-Literaturtipp

Da „wilde Kräuter“ in einem soziokulturellen Kontext stehen, heute ein Literaturtipp – nichts neues, aber ich bin gerade erst darübergestolpert, über „Das gestohlene Kind“ von Keith Donohue. Ein seltsames, aber interessantes Buch mit einem erfrischend pragmatischen Zugang zu Mythen.

Nach der Lektüre eine eigenartige Stimmung im Wald 🙂

Weißdorn und Mistel

Unter dieser Mistel haben sich bestimmt schon viele Liebespaare geküsst…  versteckt auf einer Anhöhe mit Blick auf Burg Kreuzenstein. Die herzstärkende und blutdruckausgleichende Wirkung des Weißdorns – in Präparaten auch gerne mit Mistel kombiniert – kann dabei nur von Vorteil sein 🙂

Während die – jetzt noch unreifen – Früchte der Mistel zu Genußzwecken für uns ungeeignet sind,  lassen sich die kleinen roten „Liebesäpfel“ des Weißdorns zu interessanten kulinarischen Variationen verarbeiten!  Als Pesto, in Marmeladen, Gelees oder auch im Quittenkäse – diese gesunden Minifrüchte laden zum Experimentieren ein!

Haare waschen rein pflanzlich

Es ist wieder so weit: der Jahresvorrat an Roßkastanien kann gesammelt werden! frisch durch den Fleischwolf drehen, mit Schale gibt es eine zusätzliche Tönung. 1-2 Eßlöffel mit  ca 1/4-1/2 l Wasser über Nacht im Kühlschrank stehen lassen, abseihen und mit der Flüssigkeit Haare waschen.  danach eventuell noch Spülung mit Haarbalsam oder Kräuteressig. funktioniert angeblich auch zum Wäschewaschen. Aber da besser ohne Schale verwenden…

 

Hustensaison beginnt

Glücklich wer rechtzeitig vorgesorgt hat – immunstärkend und unterstützend bei Atemwegserkrankungen helfen klassische heimische Hausmittel wie Spitzwegerich- und Tannenwipferlsirup.  Vorstellen will ich heute ein vergleichbares Mittel aus Georgien-einen Sirup aus jungen Kiefernzapfen. Dort sehr bekannt, auch der Pollen wird verwendet.