Gemmomazerate

Zu den mannigfaltigen  Möglichkeiten, Pflanzenkräfte für Menschen aufzubereiten und abseits von Raum und Zeit verfügbar zu machen, zählen die Gemmomazerate. Von Dr. Pol in der Mitte des 20. Jhdts als Therapieform v.a. im französischsprachigen Europa bekannt gemacht, schaffen sie es jetzt langsam auch in den deutschsprachigen Raum. Besonders spannend ist die eigene Herstellung. Das „embryonale“ Gewebe -besonders junge Knospen und Triebe – wird dafür gesammelt und in einer Glycerin/Weingeist/Wasser Mischung ausgezogen. Die Mazerate enthalten besondere Kräfte – sowohl in „naturwissenschaftlich-stofflicher“ als auch „ganzheitlich/komplementärmedizinischer“ Hinsicht.

 

Kräutertage im Waldviertel 2018

Ein wunderschönes Wochenende mit vielen Infos, Austausch, praktischen Übungen und fleißigen Köchinnen und Koch, die lukullische Kräutergenüsse gezaubert haben – nicht zu vergessen viel Spaß, Entspannung und Bewegung in der bezaubernden Waldviertler Bergeinsamkeit – das waren die Kräutertage 2018. Der Termin 2019 ist 17.-19. Mai!

Hier Eindrücke von 2018:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frauenschuh am Muttertag

Pünktlich zum heutigen Muttertag blühen diese bezaubernden Orchideen im Wald! Meine Mutter liebt diese Blumen besonders, deshalb widme ich ihr diesen Beitrag. Die Begeisterung für unsere grünen Mitbewohner hat sie an mich weitergegeben, so erfreuen wir uns beide an den Wundern der Natur, die praktisch unerschöpflich sind! 

Eine nette Geschichte aus dem Buch „Wie die Blumen zu ihrem Namen kamen“ von Wolfgang Gedat handelt von der Entstehung des Frauenschuhs: Schon im Mittelalter wollten die eitlen Burgdamen immer besonders modisch gekleidet sein. Also bestellte eine für den Burgball besondere Schuhe aus dem Orient, die vorne pantoffelförmig geweitet waren und Bänder zum Befestigen an den Füßen besaßen.  Ihre Freundin hatte diese Schuhe aber bereits von ihrem Geliebten als Geschenk bekommen, und wollte endlich einmal etwas Schöneres als die Burgdame anhaben! Sie schickte deshalb ihre Jagdfalken los, die die Schuhsendung, die von Brieftauben befördert wurde, abfingen. Dabei fielen die Schuhe aus der Höhe herab und welch Wunder! – kurz danach wuchsen Blumen mit dieser Form im Wald, es waren also zauberhafte Schuhe gewesen!

Und wenn jemand eine Babytrage mit Sonnenschutz im Orient bestellen will:

Wurzelgemüse „de printemps“

Noch kann man bei uns die Wurzeln des Löwenzahns ernten, bevor die Blüten ausgebildet werden. Danach schmeckt er nicht mehr gut, bzw. die Wirkung läßt nach weil die „Kraft“ in die Blüten geht. Obwohl – über Geschmack läßt sich streiten… Ich finde die feine Bitternote der Wurzel sogar besser als die der Blätter, es gibt aber natürlich auch andere Meinungen. Besonders einfach kommt man an die Wurzeln von Gartenbesitzern, die diese im Frühjahr sowieso ausstechen! Löwenzahn kann als Teil einer präventiven  Frühjahrskur gesehen werden, er wirkt harntreibend und ist eine Leber- und Gallenpflanze. Hier ein Vorschlag für ein leichtes, mineralstoffreiches und basisches Gemüsegericht: Zwiebel, Erdäpfel, Karotten und Löwenzahnwurzeln geschnitten in wenig Öl anbraten, mit Wasser aufgießen und weichdünsten. Wenig salzen und am Teller mit einem Schuß kaltgepressten Leindotteröl übergießen. 

wildes Frühstück

Bärlauchtoast – Bärlauch: anregend, stärkend, antibakteriell, entzündungshemmend

Die wilde Küche muß nicht kompliziert sein – mein Frühstück heute war ganz einfach und hat dennoch köstlich geschmeckt!

Bärlauch frisch geschnitten mit sehr gutem Olivenöl und Salz aus Ebensee  gemischt, auf frisch getostetes Brot gestrichen und mit dem letzten Osterei garniert. Die Eier wurden heuer pflanzlich (Rotkraut) gefärbt und mit wilden Kräutern und Blüten dekoriert.

 

Frühlingsspaziergang

Alm
Linde an der Alm
Seidelbast – giftig und geschützt! nur Anschauen und Riechen!

Endlich ist es so weit – alles treibt aus, die Frühlingskräuter erfreuen unser Auge und bereichern den Speiseplan. Gerade die jungen Kräuter sind besonders schmackhaft, sie haben noch keine bitteren „Abwehrstoffe“ gegen Kräuterpädagogen und andere Freßfeinde gebildet! Am besten roh auf einem Spaziergang genossen, bieten sie die frischesten verfügbaren Nährstoffe in besonders hoher Konzentration! Kleine Mengen machen schon satt, einfach ausprobieren. Es lohnt sich auch der Blick nach oben, nicht nur nach unten! Auf den niedrigeren Ästen sind auch für uns frische junge Blätter zu erreichen. Natürlich nur ungiftige Pflanzen probieren, und von einer Pflanze jeweils nur kleine Mengen ernten. Mahlzeit!

Brennnesselsamen

Jetzt im Winter können wir uns am Sammelgut von Sommer und Herbst erfreuen.  Was wäre hier besser geeignet als die Brennnessel? Besonders ihre Samen – klein aber oho – versorgen uns mit sommerlicher Energie. Eine geballte Ladung aus Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen hilft uns über die kalte Jahreszeit und hat laut Überlieferung auch ganz außergewöhnliche Wirkungen…vom Hendl bis zu Mann und Frau! Außerdem schmecken sie gut – in die Suppe, Eierspeis, auf Müsli und Salat, Desserts, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Angebraten sind sie besonders gut, für die Inhaltsstoffe ist der rohe Verzehr aber gscheiter. Ganz oder frisch gemörsert. Beispielsweise mitgebraten im Erdäpfelpuffer-hier ein Experiment mit Süßkartoffel und Zwiebel- oder roh im Smoothie (Wasser, Reis-Kokosmilch, Avocado, Orange, Apfel, Banane, etwas Zitrone, Kokosextrakt, Brennnesselsamen)